Die Hütte

Geschichte, Bauwerk und Bewirtschaftung

Das Bauwerk

Die Franz-Senn-Hütte wurde am 23. August 1885 eröffnet und ging 1889/90 in den Besitz der Sektion Innsbruck über. Aus dem ursprünglichen Schutzhaus wurde über viele Etappen ein großer alpiner Stützpunkt.

Schon 1907/08 wurde erweitert: Die Hütte bot damals Platz für 80 Personen, dazu kamen zwei Gaststuben und ein Führerraum. In den Jahren 1931/32 folgte ein deutlicher Modernisierungsschub mit elektrischer Beleuchtung, neuen Sanitäranlagen, Skiraum, Aufenthaltsräumen und Selbstversorgerraum.

Später kamen weitere Umbauten, technische Anlagen, Energieversorgung, Kläranlage, Brandschutz und moderne Betriebsräume dazu. Die Hütte ist deshalb kein fertiges Einzelprojekt, sondern ein Haus, das sich über viele Jahrzehnte an neue Anforderungen angepasst hat.


Die Bewirtschaftung

Von 1893 bis 1915 wurde die Franz-Senn-Hütte im Sommer von Bergführer Michael Egger geführt. Danach prägte Vitus Falbesoner die Hütte über viele Jahrzehnte.

Seit 1965 ist die Bewirtschaftung eng mit einer Familie verbunden. Damals übernahmen Heinrich und Theresia Hofer die Hütte. Ihre Tochter Klara Hofer heiratete später den Bergführer und Expeditionsbergsteiger Horst Fankhauser. Gemeinsam führten Horst und Klara Fankhauser die Hütte ab 1974 weiter.

Seit 2006 liegt die Bewirtschaftung bei der nächsten Generation: Thomas Fankhauser und seiner Frau Beate.

So entstand über drei Generationen hinweg eine besondere Kontinuität. Jede Generation hat die Hütte weiterentwickelt: von der Verbesserung der Infrastruktur über Küche, Sanitäranlagen, Seilbahn und Energieversorgung bis hin zur heutigen Organisation eines großen Zwei-Saisonen-Betriebs.

Die Franz-Senn-Hütte wurde dadurch nicht nur baulich, sondern auch im Alltag Schritt für Schritt geprägt.